
Serbische Frauen-Handballnationalmannschaft – Trainer, Kader und Erfolge
Wer ist der Trainer der serbischen Frauen-Handballnationalmannschaft?
EHF-Mitglied seit Unabhängigkeit; anerkannter Nationalverband
José Ignacio Prades leitet seit 2025 den Umbruch
Sanja Radosavljević, Jovana Jovović, Anđela Janjušević
4. Platz EM 2012 als Gastgeberin
Seit mindestens 2025 leitet José Ignacio Prades die Geschicke der serbischen Frauen-Handballnationalmannschaft als Head Coach. Der Spanier trainierte den Kader für die Handball-Weltmeisterschaft und steuert den sportlichen Umbruch der Mannschaft. Unter seiner Führung sitzt Serbiens größter Star häufig auf der Bank, was auf strategische Entscheidungen im kadertechnischen Bereich hindeutet.
Vor Prades waren namhafte Trainer für das Nationalteam verantwortlich. Ljubomir Obradović coachte die Auswahl von 2017 bis 2021. Anschließend übernahm Uroš Bregar im April 2021 das Amt und behielt es bis mindestens 2024 bei. Bregar war bei der EM 2024, der WM 2023 und früheren Turnieren an der Seitenlinie aktiv. Nach seiner Zeit als Nationaltrainer assistierte er bei Győri ETO und führte anschließend Vojvodina und Siófok.
Trainerhistorie im Überblick
- Ljubomir Obradović (2017–2021)
- Uroš Bregar (April 2021 – mindestens 2024)
- José Ignacio Prades (seit mindestens 2025)
Der häufige Trainerwechsel in den letzten Jahren spiegelt die sportliche Neuausrichtung des Teams wider. Der aktuelle Umbruch unter Prades zielt auf eine Verjüngung des Kaders.
Welche Spielerinnen sind im aktuellen Kader?
Der Kader der serbischen Frauen-Handballnationalmannschaft umfasst eine junge Kernmannschaft mit nur wenigen Spielerinnen über 30 Jahren. Die Auswahl vor der EHF EURO 2024 zeigte eine klare Tendenz hin zur Nachwuchsförderung, wobei zahlreiche Talente aus europäischen Top-Ligen zum Aufgebot gehören.
Bekannte Spielerinnen und Positionen
Im Tor standen Jovana Risović vom RK Krim, Gordana Petković von ŽRK Crvena Zvezda und Marijana Ilić vom SV Union Halle-Neustadt. Im Feldbereich bilden Spielerinnen wie Sanja Radosavljević (CS Măgura Cisnădie), Aleksandra Stamenić (ŽRK Crvena Zvezda) und Katarina Krpež Šlezak (SCM Craiova) das Gerüst der Mannschaft.
Zu den weiteren aktuellen Feldspielerinnen zählen Dunja Radević (ŽRK Budućnost Podgorica), Dragana Cvijić (Ferencvárosi TC), Katarina Bojicić (SCM Craiova), Vladana Mitrović (ŽORK Jagodina), Tamara Mandić (ŽRK Medicinar Šabac), Aleksandra Vukajlović (CS Minaur Baia Mare), Sara Garović (ŽRK Crvena Zvezda), Anđela Janjušević (Rapid Bukarest), Jovana Jovović (Debreceni Vasutas SC), Jovana Skrobić (ŽRK Crvena Zvezda), Emilija Lazić (Köfém SC) und Dunja Tabak (ŽRK Lokomotiva Zagreb).
Sanja Radosavljević, Jovana Jovović, Anđela Janjušević und Aleksandra Stamenić zählen zu den wichtigsten Spielerinnen mit den häufigsten Einsätzen und den meisten Toren für die Nationalmannschaft.
Der WM-Kader 2025 enthält eine Bundesligaspielerin, deren genaue Identität in den verfügbaren Quellen nicht näher spezifiziert wurde. Auffällig ist, dass die Matchwinnerin gegen Spanien zu den Stars des Aufgebots gehört.
Welche Erfolge hat das Team erzielt?
Der bisher größte Erfolg der serbischen Frauen-Handballnationalmannschaft bleibt der vierte Platz bei der Europameisterschaft 2012. Als Gastgeberin erreichte das Team das Halbfinale, was bis heute nicht wiederholt werden konnte. Eine Medaille sprang dabei nicht heraus.
Medaillen bei EM, WM und Olympia
Trotz regelmäßiger Teilnahmen an Großturnieren hat Serbien bei keiner Europameisterschaft, Weltmeisterschaft oder Olympischen Spielen eine Medaille gewonnen. Die Platzierungen der letzten Jahre zeigen eine gemischte Bilanz:
| Turnier | Platzierung |
|---|---|
| EM 2008 | 13. Platz |
| EM 2010 | 14. Platz |
| EM 2012 | 4. Platz (bester) |
| EM 2014 | 15. Platz |
| EM 2016 | 9. Platz |
| EM 2018 | 11. Platz |
| EM 2020 | 13. Platz |
| EM 2022 | 15. Platz |
| EM 2024 | 21. Platz (von 24 Teams) |
Bei Weltmeisterschaften belegte Serbien 2021 den 12. Platz von 32 Teams. Die WM 2023 endete mit einem enttäuschenden 21. Rang – nur ein Sieg in sechs Spielen, darunter Niederlagen gegen Rumänien, Dänemark, Polen und Deutschland.
Eine Teilnahme an Olympischen Spielen ist bisher nicht gelungen. Serbien hat sich für kein Olympia qualifiziert.
Die serbische Frauen-Handballnationalmannschaft hat sich bislang nicht für Olympische Spiele qualifiziert. Die Olympia-Qualifikation bleibt ein erklärtes Ziel für kommende Zyklus.
Wann sind die nächsten Spiele und aktuelle Ergebnisse?
Bei der laufenden Weltmeisterschaft 2025 sammelte Serbien bisher fünf Punkte. Das Team erzielte ein 31:31-Unentschieden gegen die Färöer und einen Sieg gegen Spanien. Aktuell steht Serbien zwischen Deutschland mit sechs Punkten und Montenegro mit vier Punkten in der Tabelle. Ein bemerkenswerter Moment war eine Rote Karte kombiniert mit einem überraschenden Punktgewinn der Färöer.
Qualifikationsspiele und Turniere
Im Vorbereitungsturnier in Bergen vom 20. bis 23. November 2025 trifft Serbien auf starke Gegner. Die Spielansetzungen lauten:
| Datum | Spiel | Uhrzeit |
|---|---|---|
| Fr, 21. November | Ungarn – Serbien | 20:30 |
| Sa, 22. November | Serbien – Spanien | 14:00 |
| So, 23. November | Norwegen – Serbien | 16:45 |
Das letzte Vorrundenspiel der WM-Hauptturnierphase bestreitet Serbien am 29. November 2025 gegen Deutschland. Beide Nationen gehen ohne Verlustpunkt in diese Begegnung.
Die Qualifikation zur EM 2024 verlief mit gemischten Ergebnissen. Serbien belegte in der Gruppe den zweiten Platz. Gegen Montenegro gab es Niederlagen (30:31, 25:26), gegen die Türkei ein Remis (29:29).
Wie sieht die Geschichte der serbischen Frauen-Handballnationalmannschaft aus?
Die serbische Frauen-Handballnationalmannschaft verzeichnete seit ihrer Unabhängigkeit neun EM-Teilnahmen in Folge bis 2024. Allerdings erreichte das Team seit dem vierten Platz 2012 nur zweimal die Hauptgruppe bei Großturnieren. Der Fokus lag in den letzten Jahren unter verschiedenen Trainern auf der Entwicklung junger Spielerinnen.
Die Teilnahme an Weltmeisterschaften brachte wechselnde Ergebnisse. Während 2021 noch ein solider 12. Platz gelang, rutschte Serbien 2023 auf den 21. Rang ab. Der aktuelle Umbruch unter Trainer Prades zielt darauf ab, die Leistung bei internationalen Wettbewerben zu stabilisieren.
Zeitleiste wichtiger Meilensteine
- Unabhängigkeit Serbiens und Gründung eigenständiger Verband
- Erste EM-Teilnahme als eigenständige Nation
- 4. Platz bei der EM 2012 als bisher größter Erfolg
- Neun EM-Teilnahmen in Folge bis 2024
- WM 2021: 12. Platz als bestes WM-Ergebnis seit Unabhängigkeit
- WM 2023 und EM 2024: jeweils 21. Platz
- Umbruch unter José Ignacio Prades ab 2025
Gesicherte Erkenntnisse und offene Fragen
Die verfügbaren Quellen liefern ein klares Bild über die grundlegenden Fakten zur serbischen Frauen-Handballnationalmannschaft. Einige Aspekte bleiben jedoch unspezifisch oder bedürfen weiterer Aktualisierung.
| Gesicherte Informationen | Unklare Aspekte |
|---|---|
| Trainer: José Ignacio Prades seit mindestens 2025 | Genaue Identität der Bundesligaspielerin im WM-Kader 2025 |
| 4. Platz EM 2012 als bestes Ergebnis | Aktuelle exakte EHF-Ranglistenposition |
| Keine Olympia-Teilnahme bisher | Zukünftige Olympia-Qualifikationschancen |
| EM 2024: 21. Platz | Detaillierte Aufstellung bei der WM 2025 |
| Aktuelle Ergebnisse bei WM 2025 (5 Punkte) | Langfristige Kaderplanung unter Prades |
Einfluss und Bedeutung im europäischen Handball
Serbien etabliert sich als regelmäßiger Teilnehmer bei europäischen Großturnieren, ohne jedoch zur absoluten Spitzengruppe aufzuschließen. Die Konkurrenzsituation mit Nationen wie Norwegen, Ungarn und Deutschland zeigt die Herausforderungen auf internationaler Ebene.
Der serbische Verband setzt auf Spielerinnen aus europäischen Top-Ligen. Vereine wie ŽRK Crvena Zvezda, SCM Craiova und Ferencvárosi TC bilden das Fundament der Nationalmannschaft. Der aktuelle Umbruch unter Prades könnte mittelfristig zu einer Verbesserung der internationalen Platzierungen führen.
Der Umbruch unter Prades zielt auf eine Verjüngung und taktische Neuausrichtung des Teams ab. Die Integration junger Talente aus europäischen Ligen bleibt der Schlüssel zur sportlichen Entwicklung.
Zusammenfassung und Ausblick
Die serbische Frauen-Handballnationalmannschaft befindet sich in einer Phase des sportlichen Aufbaus. Unter Trainer José Ignacio Prades setzt das Team auf Nachwuchsförderung und taktische Anpassungen. Der vierte Platz bei der EM 2012 bleibt der größte Erfolg der Teamgeschichte. Für die Zukunft liegt der Fokus auf stabilen Leistungen bei Weltmeisterschaften und der erstmaligen Qualifikation für Olympische Spiele.
Die kommenden Spiele beim Vorbereitungsturnier in Bergen gegen Ungarn, Spanien und Norwegen bieten Gelegenheit, die Fortschritte unter dem neuen Trainerstab zu testen. Das abschließende Vorrundenspiel der WM 2025 gegen Deutschland verspricht hochkarätigen Handball.
Häufig gestellte Fragen
Hat die serbische Frauen-Handballnationalmannschaft bereits Olympia-Teilnahmen?
Serbien hat sich bisher nicht für Olympische Spiele qualifiziert. Eine Olympia-Teilnahme steht weiterhin aus.
Wer sind die wichtigsten Spielerinnen im aktuellen Kader?
Sanja Radosavljević, Jovana Jovović, Anđela Janjušević und Aleksandra Stamenić zählen zu den wichtigsten Spielerinnen mit den meisten Einsätzen.
Wann findet das nächste Vorbereitungsturnier statt?
Das Vorbereitungsturnier in Bergen findet vom 20. bis 23. November 2025 statt.
Wie war das Abschneiden bei der EM 2024?
Bei der EM 2024 belegte Serbien den 21. Platz von 24 teilnehmenden Teams.
Wer ist der aktuelle Trainer der serbischen Frauen?
José Ignacio Prades trainiert die Mannschaft seit mindestens 2025.
Welche Vereine stellen die meisten Nationalspielerinnen?
ŽRK Crvena Zvezda, SCM Craiova und ŽRK Budućnost Podgorica gehören zu den wichtigsten Vereinen im Nationalteam.
Gibt es eine Verbindung zu anderen Artikeln über Handball?
Weitere Informationen zu regionalen Themen finden Sie in unserem Artikel Glasfaser im Keller und dann – Vom Keller in die Wohnung.